D'une villa (romaine) à l'autre au pays des Trévires

Ausgangssituation

Die Gebiete der beiden LAG liegen an einem Verbindungsweg, der früher von großer Bedeutung war (die Römerstraße zwischen Arlon und Tongeren). In beiden befinden sich wichtige gallorömische Stätten:

  • LAG Lëtzebuerg West: die Stätten von Goeblange, Mamer und Mersch
  • LAG Haute-Sûre Forêt d’Anlier: die Stätte von Mageroy

Viele Ähnlichkeiten verbinden diese Stätten miteinander. Sie werden jeweils von einem lokalen gemeinnützigen Verein betreut – Arc-Hab in Mageroy, D’Georges Kayser Altertumsfuerscher[DDC1] asbl in Goeblange, Mamer Geschicht asbl in Mamer und die Geschichtsfrënn vun der Gemeng Miersch – und sind Gegenstand von Forschungsarbeiten (archäologische Grabungen) sowie von Maßnahmen zur Förderung und zur Sensibilisierung in der breiten Öffentlichkeit. Mageroy, Goeblange, Mersch und Mamer verfügen über ein großes Potential, sind jedoch derzeit eher Anlagen mit kleineren Strukturen, welche sich mitten in der Entwicklung befinden. Indem sich die Vereine für ein grenzüberschreitendes Projekt zusammenschließen, können sie gemeinsam von einem großen Wissen und einem enormen Sachverstand profitieren.


Beschreibung

Spezielle Maßnahmen in der LAG Haute-Sûre Forêt d’Anlier:

  • Veröffentlichung eines zusammenfassenden Werkes: In den Stätten werden seit Jahrzehnten Forschungsarbeiten durchgeführt. Im Rahmen der vorgeschlagenen Maßnahme soll ein zusammenfassendes Werk über die wichtigsten Entdeckungen in allen vier Stätten herausgegeben werden, welches sich an eine breitere wissenschaftliche Gemeinschaft richtet.

Gemeinsame Maßnahmen:

  • Neue Erkundungen: Diese erste Maßnahme soll in den vier Stätten stattfinden. Ziel ist es, mithilfe des Verfahrens der Georadaruntersuchung neue Ausgrabungsfelder zu bestimmen. Die Georadarerkundung ist ein relativ neues Verfahren zur Untersuchung des Untergrunds, mit dem in kurzer Zeit und mit großer Genauigkeit Spuren und Reste erkannt werden können, die sich in Bereichen zwischen Bodenhöhe und zwei Metern unter der Erdoberfläche befinden.
  • Vorstellung von Maßnahmen zum Erhalt und zur Restauration: Nach den Bodenerkundungen wird die Projektleitung in Abstimmung mit dem Nationalen Forschungszentrum für Archäologie (CNRA) Maßnahmen zum Erhalt und zur Restauration vorschlagen.
  • Touristische Erschließung der Stätten: Den römischen Stätten von Goeblange, Mamer, Mersch und Mageroy fehlt es an touristischer Bekanntheit, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gebiete der einzelnen LAG. Angesichts ihrer Lage lassen sie sich jedoch leicht touristisch aufwerten. Um die Förderung der Stätten auszubauen, schlagen die LAG vor, eine spezielle touristische Broschüre zu veröffentlichen, die in drei Sprachen erhältlich sein wird und von den betroffenen touristischen Akteuren verteilt werden soll.

Darüber hinaus müssen auch didaktische Tafeln und Informationsschilder für Touristen aufgestellt werden, was in den betreffenden Stätten in Verbindung mit einem Beschilderungsprojekt, das sich in der Konkretisierungsphase befindet, umzusetzen ist.

  • Gestaltungsplanung und Verbesserung des Zugangs zu den Stätten: Auf Grundlage der weiter oben beschriebenen Georadarerkundungen wird für jede Stätte (sofern erforderlich) eine umfassende Studie zur landschaftsgestalterischen Planung durchgeführt. Ausgehend von dieser Studie können die Umbauarbeiten durchgeführt werden, die erforderlich sind, um den Zugang zu den Stätten zu verbessern.
  • Ausbau wissenschaftlicher Kenntnisse und pädagogischer Kompetenzen: Die Teams (Archäologen und ehrenamtliche Mitarbeiter), die in den Stätten arbeiten, erhalten dank des Kooperationsprojekts die Möglichkeit, gegenseitig von den Erfahrungen der anderen zu lernen und Wissen mit anderen gallorömischen Stätten auszutauschen. Mit Blick auf die wissenschaftliche Ebene einerseits könnte sich ein Austausch zwischen Archäologen entwickeln. Besuche von Stätten in anderen Nachbarländern könnten ebenfalls zur Professionalisierung der Partner beitragen. Im Laufe des Projekts sollen Studienreisen stattfinden, deren Ziel es ist, den Austausch von Erfahrungen noch auszuweiten.

Mit dieser Maßnahme soll schließlich auch ein Ausbau des pädagogischen Angebots in den Stätten des Projekts erreicht werden. Die Partner planen, Maßnahmen zum Austausch in Bezug auf pädagogische Verfahren und Möglichkeiten in die Wege zu leiten und zusammen an der Entwicklung eines gemeinsamen pädagogischen Instruments zu arbeiten. Zu diesem Zweck werden im Laufe des Projekts Austauschaktionen mit Schulen organisiert.

  • In beiden Stätten wird jeweils ein römisches Fest veranstaltet werden.

Ziele

Ziele für die LAG Lëtzebuerg West:

  • Ausbau des Schwerpunkts „Kulturelles und historisches Erbe“ in der Strategie der LAG durch ein Projekt, das die anderen Projekte der LAG optimal ergänzt;
  • Entwicklung einer neuen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit einem Gebiet, welches in naher Entfernung liegt (+/- 30 km) und dessen Entwicklungsstrategie der Strategie der LAG sehr ähnlich ist.

Gemeinsame Ziele der Partner:

  • Ausbau der Bekanntheit der Stätten in der breiten Öffentlichkeit und unter Touristen;
  • Einrichtung eines wissenschaftlichen Austauschs und Stärkung der Kompetenzen der Partner;
  • Schaffung neuer Instrumente betreffend pädagogische Programmangebote und Aktivitäten;
  • Erkundung neuer Ausgrabungsflächen und Verbesserung der Gestaltung der Stätten.

Ziele für die LAG Haute-Sûre Forêt d’Anlier:

  • Förderung der Forschungsarbeiten und Stärkung der Präsenz der Stätten, insbesondere in der wissenschaftlichen Gemeinschaft

Zielgruppe

  • Lokale Bevölkerung
  • Schulen
  • Touristen
  • Archäologen

Partner

  • Partner-LEADER-Region: Lokale Aktionsgruppe Haute-Sûre Forêt d’Anlier
  • Partner in Luxemburg: LAG Lëtzebuerg West,
  • Mamer Geschicht asbl
  • D’Geschichtsfrënn vun der Gemeng Miersch asbl
  • SICONA
  • Nationalmuseum für Geschichte und Kunst (MNHA – Musée National de l’Histoire et de l’Art)
  • Nationales Forschungszentrum für Archäologie (CNRA – Centre National de Recherche Archéologique)
  • Nationale Denkmalschutzbehörde (Service des sites et monuments nationaux)
  • Vereine/Verbände
  • Gemeinden
  • Natur- und Forstverwaltung (Administration de la nature et des forêts)
Periode
LEADER 2014-2020
Projektstatus
in umsetzung
Projektträger
D’Georges Kayser Altertumsfuerscher asbl
Dauer
Februar 2017 - Juni 2020
Budget
141.500 €
Kategorie
Bildung & Beratung
Jugend
Kultur
Tourismus
Freizeit
Transnationale Zusammenarbeit
Kontakt
D’Georges Kayser Altertumsfuerscher asbl
2, rue d’Olm
L-8392
Nospelt


+352 621 408 515